hier ist eine kleine Zusammenfassung von den Ereignissen und Eindrücken meiner Reise durch den hohen Norden der Südinsel.
Nachdem ich fast 6h über dem Lewis Pass nach Nelson zu meiner schwedischen Freundin Jess unterwegs war, konnte ich nun auch endlich einen Hacken an die 3., und damit letzte, Alpenüberquerung machen. Super Panorama und tolles Wetter während der Fahrt linderten ein wenig den Abschiedsschmerz von Christchurch, in dass ich nun fast 2 Monate lang nicht zurück kehren würde.
Die WG von Jess empfing mich herzlich und wir unternahmen allesamt viele kleine und größere Touren (Wandern/StrandYoga/Fahrrad/und auf Downhill-Wettkampfserie, die gerade hier war), kochten zusammen oder hatten lustige Viedeo Abende. Die ganze Wg ist sehr sportlich: da war Will aus England, der Kite-Board Lehrer ist, Loui: der in der Rugby Mannschaft in Nelson spielt und Jess, die Outdoor Sport hier studiert hat.
Da Jess Arbeiten musste, begab ich mich alleine auf den Abel Tasman Track. Den wollte ich schon immer machen! Dazu buchte ich kurzerhand ein Wassertaxi, dass mich am nächsten Tag von Nelson in der Früh an einen einsamen und wunderschönen Strand im Nationalpark 'aussetzte' und mich später, weiter oben am Track wieder abholen sollte. Die Landschaft dort ist echt so, wie man sie in Büchern sieht. Es ist ein Kajaker Pradies, das Wasser ist türkis blau, der Regenwald tief grün und es ist einfach wunderbar, dass das Stückchen Erde dort den Besuchern und Wanderern offen steht. Seerobben tummeln sich im Wasser und Yachten rauschen vorbei, die einsame Villen ansteuern... Auch im Landesinneren gibt es wunderschöne Abschnitte. Nur sollte man sich, wenn man im Fluss oder See baden gehen will (und man hat das Verlangen nach Abkühlung! im dem glasklaren Wasser), vor den Aalen in Acht nehmen. Ich stand im Wasser und denk an nix Schlimmes und auf einmal schwimmt mir so'n VIEHCH durch die Beine! Ein heiden Schreck war das, sag ich euch! Aber Aale sind hier oben fast in jedem Fluss zu finden und auch ein heiliges Tier der Maorie... mmh.. nix für mich! Hui pfui!
Nach einer Woche Tasman Bay und Nelson führte mein Weg weiter über die Marmor-Berge des Takaka Hill, in denen man toll wandern kann und dabei viele Hölen sieht und nie die Aussicht auf die Golden und Tasman Bay verliert. In der Golden Bay angekommen, machte diese ihren Namen alle Ehre! Warum? Seht selbst!
Ich verbrachte einige Tage am Strand, schlich mich dabei mehrmals zum Duschen in einen Holiday Park und fuhr schließlich weiter zum Farewell Spit. Leider meinte das Wetter es hier nicht so gut mit mir. Deshalb entschied ich mich nicht weiter auf dem Spit umher zu marschieren, und dem stürmischen Wind zu trotzen, sondern einen kleinen Regen Ausflug an einen urtümlichen Strand zu machen: Wharariki Beach! Trotz Regen ein voller Erfolg. Nass bis auf die Unterhose, war ich 3h am Strand unterwegs. Da es nur nass, aber nicht kalt war, war alles gut. Kaume eine Menschenseele habe ich getroffen... ein eigenartiges Gefühl.
Schließlich ging es zurück nach Nelson um einen kleinen Zwischenstopp auf den Weg in die Marlborough Sounds einzulegen. Es war gerade 'Gym' Tag für meine Freunde. Also begleitete ich sie in die Gymnastik Halle und lernte wie man Rückwärts-Saltos schlägt. Da hab' ich ganz schön geschwitzt! Rein in die Schaumstoffgrube und wieder raus... puhh... aber: ich kann ihn jetzt! Danke Trainer X! Hab schon wieder den Namen vergessen....
Am nächsten Tag gings über die bekannte Pelourus Bridge, wo man herrlich im Fluss baden kann, in die Sounds. Ich entschied mich etwas tiefer hienein zu fahren und einen Teil des Queen Charlotte Tracks mit dem Fahrrad zu machen. Es ist schon beeindruckend, wenn man weiß, dass die ganzen Berge die jetzt aus dem Wasser ragen, vor gar nicht allzu langer Zeit mal ein normales Faltengebirge waren, dass aber nun vom Meer überflutet ist, was ein verzweigtes Systhem aus Inseln und Sounds geformt hat.
Meine Fähre ging am 03.03. von Picton in den Marlborough Sounds nach Wellington (Nordinsel). Ich entschied mich für die letzte Fähre am Tag und hoffte ein schönes Abendrot üder der Cook Straight (Meeresenge zw. Nord- u. Südinsel) zu sehen. Leider war es sehr kalt und bewölkt und ich musste mich deshalb die meiste Zeit der 3h Überfahrt in der Fähre aufhalten. Trotzdem ein schönes Erlebnis: meine 1. Fährfahrt mit Auto!
Was dann in meinen 7 Wochen auf der Nordinsel passiert ist, erzähl ich euch beim nächsten Mal. Ich muss mich jetzt erstmal für meine 2 Wochen Australien anfang April bereit machen und noch etwas arbeiten gehen.
bis dahin... =*
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