Donnerstag, 21. April 2011

Die Tage in Christchurch

Die Neuseeländer sind sehr, sehr gastfreundschaftlich. An dem einen Tag wird einem der Haustürschlüssel in die Hand gerdrückt, und man kann kommen und gehen, wann man will, am anderen können wir wenn wir wollen, das Auto zu einer Ausfahrt nutzen. Sie Fahren einen zum Supermarkt, holen einen am anderen Ende der Stadt ab, weil man sonst noch 2h hätte laufen müssen. Sie helfen einem bis spät in die Nacht beim Erstellen eines neuseeländischen Lebenslaufes, und anschließend fahren sie dich zu deiner Bewerbung in einem Kaffee. Und das alles, weil sie sich freuen, dass man da ist!
Oft habe ich Angst, das es ein "zu viel nehmen" ist und zu wenig geben. Wir sind hier schließlich schon fast 2 Wochen, zahlen keine Miete und nutzen alles selbstverständlich mit. Aber ich versuche mich an die Lebensweise anzupassen.

Die Tage laufen derzeit relativ gleich ab. Wir schlafen sehr lange, da die Gespräche am Abend länger sind. (Jeff und seine WG Mitbewohner müssen tagsüber arbeiten) An solchen Abenden trinken die Neuseeländer gerne Wein. So verging kaum ein Tag an dem auch wir nicht ein Weinchen getrunken haben. Allerdings wird hier meist der für Neuseeland typische, bekannte Weißwein getrunken. Ein Grund dafür ist, dass guter Rotwein sehr viel teurer ist(um die 14 € eine gute Flasche).
Nach einem lecker Frühstück wird meißt die Umgebung -noch zu Fuß und per Bus- erkundet. Einen längeren Fußmarsch haben wir zu einem der beiden großen Strände Christchurchs unternommen- Brighton Beach. Auf dem Weg zeigten sich die Auswirkungen des Erdbebens sehr deutlich. An fast allen Enden wird gewerkelt. Erschrocken war ich fast um den Zustand der Häuser. Es sah so ähnlich aus, wie in der tiefen Teschechei. Später erfuhren wir, dass es sich um ein sozial schwächeres Viertel der Stadt handelte. Der Heimweg erschien uns dann so weit, dass wir unser erstes Tramperglück ausprobierten. Aber es funktionierte nicht, wie wir es in zahlreichen Filmen gesehen hatten. Die Leute fuhren vorbei und winkten uns mit einem Lächeln zu. Man erklärte uns, dass es innerhalb der Stadt untypisch ist zu Trämpen. Wenn wir weiter weg, von Stadt zu Stadt wollten, dürfte es besser funktionieren. Vielleicht haben wir aber auch einfach nur zu wenig Bein gezeigt?! ;-). Letztendlich fragten unsere Freunde, wo wir denn seien und ob wir Hilfe zum Heimkommen benötigen.

Abends wird gemeinsam gegessen. Entweder sind wir an der Reihe, oder sie zaubern etwas leckeres. Morgen sind wir zu einem Bekannten unserer WG zum Dinner eingeladen. Er gab uns auch den Tip, uns in der Kaffeerösterei zu bewerben. Leider suchte die Cheffin nur Leute, für mindestens ein halbes Jahr. So lange wollen wir uns aber nicht in Christchruch aufhalten.

Der Ausflug auf die Port Hills-die "Hausberge" Christchurchs war lohnenswert und wie man es sich vorstellt... viel Wiese mit vereinzelten Schafherden. Viele Tracks waren geschlossen, weil Steinschlag nach dem Erdbeben droht. Aber man findet genug schöne Wege. Für Mountainbiker ein Paradies, da sämtliche Strecken als MTB Trail ausgeschieldert sind.

Heute ist Osterfreitag und es ist genauso ein Tag wie sonst auch, nur, dass die Menschen nicht auf Arbeit gehen, und die Einkaufsläden geschlossen sind. Nirgends hängen Ostereier am Baum und wenn man keine kleinen Kinder hat, dann wird auch nichts versteckt. Es ist nicht vergleichbar mit den Familientreffen in Deutschland, wo was Besonderes gekocht wird und man zusammen kommt. Und es ist Herbst. Die Bäume verlieren ihr Laub.. Seit langer Zeit mal wieder ein heuschnupfenfreies Ostern. =)

Hier sind die ersten Impressionen:
Von Christchurch

Samstag, 16. April 2011

Kia Ora...

Ein ganz liebes Hallo vom anderen Ende der Welt! Wir sind am 13.4. gut in Neuseeland angekommen. Einen Tag später als geplant, denn in in Frankfurt hatte unser Flugzeug nach Dubai erstmal 3h Verspätung, sodass wir unseren Anschlussflug nach Christchurch verpassten. Auf Nachfrage, wie es dann in Dubai weiter gehen soll, wurde uns mitgeteilt, dass wir vor Ort abgeholt würden und eine Nacht auf Kosten der Airline in einem Hotel verbringen sollten. Aufgrund der veränderten Umstände hat jeder von uns in Frankfurt einen 15€ Essensgutschein erhalten, den wir standesgemäß im goldenem M vollständig verfuttert haben ;-).
In Dubai angekommen wusste natürlich niemand des Flughafenpersonals bescheid. Es folgte ein wenig wirres Gesuche im Airport nach Informationen. Schlussendlich wurde alles geklärt und wir verbrachten eine Nacht im Emirates Airport Hotel mit Vollpension. Klar, wir wollten die Stadt erkunden, das Meer mit den aufgeschütteten Inseln, das Burj Al Arab und und und. Aber: Dubai besteht nur aus Schnellstraßen, ohne Fußwege und Straßenübergänge! Und die Fußwege, die es gab, schienen nur für die Gartenarbeiter gemacht worden zu sein. Es war sehr schwierig in die Innenstadt zu kommen. Unmöglich erschien sogar der Fußmarsch zum Meer =(. So musste eine kurze Fernsicht aus dem Flugzeug auf das allbekannte Luxushotel und dem höchsten Turm der Welt, dem Burj Dubai (über 800m!)genügen. Hilfsbereite "dubaianische" Männer boten uns ihre Hilfe an, um zum Meer zu kommen, aber wir sind nicht eingestiegen, keine Angst. Zumal keine 5 min der Erkundungstour ohne ein freundliches Angehupe vergingen. Es waren 31° in Dubai und alle sind in langen Hosen und Hemden herumgelaufen. Wir wissen nun auch warum: die schmeißen so derbe ihre Air Conditioning in den Häusern an, dass man echt froh ist, wenn man was Warmes anhat... verrückt.
In Bangkok und Sydney wurde jeweils noch einmal zwischengelandet. Lässtig war, dass wir immer wieder durch die Kontrollen mussten. Blöd wenn man da wie Nina einen Gürtel mit Metallschnalle anhat. Die reine Flugzeit war daher "nur": ca. 5h nach Dubai, 5h nach Bangkok, 8h nach Sydney und 3h nach Christchurch.
Am Flughafen wurden wir wie abgemacht von dem Neuseeländer Jeff abgeholt. Nachdem wir unsere Rucksäcke in seiner Wohnung abgeliefert haben fuhren wir direkt zur Bank eröffneten ein Konto, besorgten uns eine neuseeländische Handynummer, gingen einkaufen und und und. Alles wahnsinnig unkompliziert! Man darf sich sogar eine der kiwilike gestalteten ec-Karten aussuchen. Schönes Willkommensgeschenk für Frauen. Wir saßen im Auto und Jeff und sein Freund fuhren uns durch die Stadt und zu allen Orten, an denen wir die benötigten Dinge bekommen konnten. Sehr viele Eindrücke binnen 2h kann ich euch sagen. Abends wurde unsere Ankunft mit seinen Wg-Mitbewohnern und unseren Freunden Ann und Jan aus Deutschland, die bereits in der Wohnung von Jeff auf uns gewartet haben, um uns ihren Van zu zeigen, gefeiert. Auf diese Weise lernten wir die relaxte Art der Kiwis gleich am ersten Tag kennen. Denn obwohl niemand der Mitbewohner von Jeff unsere dt. Freunde kannte, saßen sie in der Wohnung und warteten auf uns, allein! denn die anderen waren ebenfalls noch einkaufen. Wer würde in Deutschland völlig fremde Menschen in seine Wohnung lassen, sodass sie auf andere fremde Menschen warten können, während man selbts nicht daheim ist?
Kurzerhand wurde ein Arbeitszimmer für uns ausgeräumt und seitdem sind wir hier. Bis heute haben wir keinen Jetlag, da gar keine richtige Zeit ist, viel zu schlafen...
Am nächsten Tag bersorgten wir uns noch unsere IRD Nummer (Steuernummer), die wir in hoffentlich 2 Wochen zugeschickt bekommen. Dann kann es auch losgehen mit arbeiten. Der Bus von Ann und Jan wurde ebenfalls inspiziert und als sehr toll bewertet. So könnnen wir uns, wenn sie in knapp 2 Wochen nach ihren letzten Trip wieder nach Christchurch kommen, stolze Besitzer eines Toyota Hiace nennen. Ein sehr gepflegter knapp 18 Jahre alter, gelber Van mit Bett und Kochecke.
Die Innenstadt von Christchurch ist schon sehr von dem Erdbeben zerstört worden. Sie darf wahrscheinlich noch lange nicht betreten werden. Man kann sagen das jedes mehrstöckige Haus, oder Steinhaus, beschädigt ist. Die Regierung markiert alle Häuser entsprechend der Einsturzgefahr mit roten, gelben und grünen Plaketten. Gebäude mit roten Plaketen darf man nicht mehr betreten, grüne gelten als sicher. Unser Haus hat eine Grüne =). Die Straßen haben sich ebenfals teilweise sehr gehoben oder gesenkt und sind stark zerstört. Sie werden oft von Skateboarden oder Bikern aus aller Welt als Funpark genutzt, unbelievable in Germany. Diese Nacht waren 3 weitere Erdbeben. Wir haben keines realisiert. Schon komsich. Es gibt hier jede Woche mehrere Aftershoks, sodass es für alle normal ist.
Das Nachtleben ist in CHCH etwas anders als in Deutschland. Die Bars öffnen bereits um 4 und schließen aber auch spätestens um 12 wieder-angenehme Stimmung und viele nette Menschen. Jeff und seine Freunde sind sehr geduldige Englischlehrer ;-) und unternehmen viel mit uns. So haben wir bereits die Halbinsel Banks Peninsula und Akaroa besichtigt.
Wir werden also mindestens bis zum 25.4. bei Jeff in CHCH bleiben. Was danach kommt wissen wir noch nicht genau. Vielleicht können wir hier auch in einem Café eines Bekannten arbeiten.... mal sehen.
So das wars erstmal... Fotos kommen demnächst ;-).

Cheers, die Elle.

Freitag, 1. April 2011

Nicht mehr lange und daaaann gehts los...

Die wichtigsten Vorbereitungen sind getroffen! Jippi!
Das Work and Travel Visum NZ (nein Axel ich brauche kein Äquator-
Überquerungsvisum ;-) ist bereits letztes Jahr eingetroffen. Ich darf also offiziell Neuseeland bereisen, und was noch viel wichtiger ist, ich muss nicht nur schwarz arbeiten, ich darf legal meine Neuseeländischen Dollar für die Finanzierung der dort selten anzutreffende Schokolade verdienen!

Hingeflogen wird mit Emirates am 10.04.2011 um 22.20 Uhr von Frankfurt aus. Der Flug geht über Dubai und wurde über STA Travel gebucht. Den Rückflug haben wir bisher nur von Aukland nach Sydney eingleitet, da der komplette Heimflug von da Unten aus gemanaget werden soll -wir brauchen ja zur Einreise in NZ ein Ticket, was zeigt, dass wir nach 1 Jahr Aufenthalt den Kiwis nicht länger auf der Tasche liegen werden.

Ganz sehr gefreut habe ich mich über das zahlreiche Erscheinen zu meiner Abschiedsfeier in "dor Hitt". Im Vorfeld haben Nolle und ich ganz tapfer alle Hinterlassenschaften der Winterpause (alle die, die de Hitt kennen, wissen was ich meine! ;-) ) und der Franze-Wellcome Party beseitigt. Axel erledigte widerstandslos alle anstehenden Einkäufe mit mir, wonach ich nun endlich sagen kann, dass ich die Klingenthaler Einkaufsmeile kenne. Und der Larsi, der meine Party aus diversen anderen Gründen fast gänzlich verschlafen hatte, zauberte rund um die Hütte ein annehmbares Ambiente.

Danke für die vielen tollen Geschenke! Die Torten haben natürlich nur kurz überlebt und werden daher die Reise über den großen Teich nicht mit antreten... aber vorallem mein Armband von meinen Lieben fliegt mit!

Und für alle die da waren oder leider nicht kommen konnten: so wars

Von Abschiedsparty