Montag, 2. Juli 2012

Einblick in die Geschichte unserer Erde

Hallo meine Daheimgebliebenen...

hier sind sie, meine Erlebnisse von der Nordinsel.

Hertz Sevens
1. Etappe: Wellington: 

Als ich am Abend mit der Fähre ankam, dachte ich... OH NEIN...schon wieder Regen. Denn als ich mit Jeremy im Oktober schon einmal da war, hatten wir den selben grauen Himmel. Aber zum Glück besserte sich das Wetter über die nächsten Tage und ich konnte von meinem Stellplatz aus (direkt am Meer und Hafen) eine wunderschöne Aussicht auf das Treiben und über das Stadtzentrum genießen. Meine erste Nacht verbrachte ich jedoch etwas unbequem an einer relativ steilen Straße, was mir das Gefühl im stehen zu schlafen einbrachte. Aber da ich erst um Mitternacht ankam, wusste ich noch nicht, wo man gut und auch ohne Strafe stehen kann. Zudem war ein rießen Fest (Hertz Sevens (NZ International Rugby Sevens)) in Gange, ja Festumzug, sodass mir lauter bunte, verkleidete, heitere und partylustige Menschen auf den unbekannten Stadtstraßen in den Weg liefen und die Suche nach einem ruhigen Plätzchen erschwerten. Was am Abend und in der Nacht noch recht anstrengend war, stellte sich in den nächsten Tagen als kurzweilige Abewechslung heraus. Da das Fest (gilt als größets in NZ) immer zusammen mit dem bekannten Rugby Tunieren stattfindet, waren überall Akrobaten, Musiker, Stände, Märkte und ander coole Dinge aufgebaut. Einen Abend hatte ich mich dann in meine Flower Power Hose von der 70er Jahre Feier in Porters geschmissen und mich mit einem Bekannten im Strom der Feiernden mittreiben lassen. 

Ansonsten gestallteten sich meine Tage aus Sightseeing, schwimmen und radfahren. Die Küsten Wellingtons sind so zerklüftet und toll. Alle in der Stadt scheinen einen Sport zu betreiben und sich irgendwie draußen in der freien Welt aufzuhalten. Hier kommt man an einem lecker duftenden Grillplatz vorbei, dort wird den Kindern das Surfen begebracht und obendrein befindet sich der beste Surfstrand der Gegend noch unter der Flugschneiße des hießigen Flughafens. Da segeln die Flieger so tief über den Köpfen hinweg... unheimlich aber auch imposant.

Waitangi Day im in Wellington Harbour
Lecker essen gehen konnte ich wieder mit Chris, dem Freund von Jeremy. Ich bin ein weiteres Mal ins Te Papa, dem Nationalmuseum, und habe über die Maorische Kultur gestaunt. Mein Lieblingsessen: Avocado auf Toast mit Salz und Pfeffer, verhalf mir fast jeden Tag, neue Energien zu entfachen ;-) So gings auch auf den Mt. Viktoria und am Hafen entlang. Dort gab es früh am Morgen immer ein paar Fischerboote, die ihre frisch gefangene Beute zerteilten und direkt an die wartende Kundschaft verkauften. Die Reste der Fische wurden über die Schulter ins Meer geworfen und dort von großen Rochen (ja man konnte sie echt direkt neben der Staumauer sehen) aufgefressen. An meinem letzten Morgen in Wellington brachte mir der laute Schuss aus einer Kanone (ungefähr 200m hinter mir versteckt durch einer Kurve) fasst einen Herzinfarkt ein. So laut und man konnte direkt den Druck spüren, die die Kugel, wenn sie aus dem Rohr kommt, verursacht. Wow... Unbemerkt und auch unwissend, war der Waintangi Tag (6. Feb. 1840 = der Jahrestag, an dem der Vertrag über die Gründung Neuseelands zwischen den Maori und den Engländern unterschrieben wurde) buchstäblich über mich hereingebrochen. Ich genoss die letzte Zeit in der tollen Hauptsadt an der Oriental Parade, wo ich sonnenbadend und eisschleckendich auf Cobi (Matt Cobham) wartete, mit dem ich weiter über die Wairarapa Region bis zu ihm nach Hause, nach Palmerston North, reisen würde. Und ich freute mich schon rießig meinen Freund von Porters wiederzusehn und nicht mehr alleine unterwegs zu sein.


Cape Palliser
2. Wairarapa und Cape Palliser: 

Schon nach ein paar Kilometern aus der Stadt heraus, stellte ich fest, dass die Nordinsel echt eine andere Vegetation aufzuweisen hat. Ja... sie ist ein wirklich grünes und auch ganz schön hügeliges Fleckchen Erde. Da Cobi mir von seinem Bruder erzählte, der eine Farm an der Sudwestküste der Nordinsel besitzt, und es dort so menschenleer und schön sein toll, haben wir uns für einen Abestecher an das Cape Pallieser entschieden. Die Fahrt durch die Weingebiete der Wairarapa (pink) war schön anzusehen aber die Gegensätze von grünem Busch, türkisblauen Meer, weißer Gischt, tiefgrauen Sandstrand und blauem Himmel machten diesen Abstecher ganz besonders. Man hat eine tolle Aussicht vom Leuchtturm aus und man kann den kleinen Seerobben beim Fischen und Sonnen zuschauen. Ganz besonderen Wert scheinen die Bootsbesitzer in einem kleinen Dorf auf ihre Raupen zu legen, mit denen sie ihre Boote ins Wasser manövrieren. So bizarr... jede Raupe hat ihren eigenen Namen.
Weiter ging es zurück Richtung Palmerston, vorbei am neuseeländischen Stonehedge und Geisterhaus.. jaja die Einheimischen erzählen einen schon ganz schöne Dinge (orange). 

3. Palmerston North:

Bei Cobi zu Hause erwartete mich eine liebe Familie, die mich mit einem leckeren Abendessen und eigenenem Zimmer bewirtete. Ich bekam den Haustürschlüssel in die Hand und sollte mich wieder wie zu Hause fühlen und aus dem Kühlschrank essen und trinken, was ich wollte. Danke, danke, danke... Kostenloses Internet verleitete auch zu längeren Skype-Dates zurück nach Christchurch ;-)
Nach einigen Tagen mit der Familie und der doch eher unspekatkulären Gegend bin ich schweren Herzens alleine in Richtung Mt. Taranaki aufgebrochen. Ich kannte niemanden mehr und fühlte mich schon recht allein.. in meinem Kopf war der Weg bis Auckland, wo eine weitere Freundin wohnte, so lang. Aber ich war auch gespannt was kommen sollte...
Reiseroute über die Nordinsel Neuseelands
4. Westküste und Surf Highway: 

Mein Weg führte mich entlang der East Coast über Whanganui und dem bekannten Surfer Highway (rot) mit wunderbar schwarzen (da eisenhaltig durch Vulkangestein) Stränden. Drehte ich den Kopf nach links, konnte ich die Weiten der Tasmansee erahnen... schaute ich nach rechts, blieb mein Blick immer staunend an dem Vulkankegel des Mt. Taranaki hängen. Die kleine Halbinsel, wie ihr sie auf der Karte sehen könnt, entstand durch den Vulkan. Das Gebiet um den Taranaki ist relativ flach - er ist der Riese in der Landschaft. tausende kleine Flüße entspringen an ihm und durchziehen die Landschaft zum Meer. Am Strand von Opunake lernte ich ein nettes Rentnerehepaar aus der Whangareigegend kennen, die mir wie Omi und Opi Ratschläge gaben, welche Gegenden ich meiden sollte, als Mädel was alleine reist, und boten mir an die Zeit hier mit ihnen zu verbringen, und sie später oben im Norden zu besuchen. Nach ein paar wunderschönen Nächten (so tolle Sonnenuntergänge) an den tollen Stränden und einem leckren Frühstück mit den beiden ging es aber weiter für mich nach New Plymouth und einigen kleineren Fahrradtouren. Schließlich wollte ich ja noch auf den Vulkan hoch! 
Also fuhr ich ein paar Tage später bis zur letzten erreichbaren Hütte am Berg und machte mich bereit am nächsten Morgen ganz früh da hoch zu marschieren. Die Touristenauskunft teilte mir aber mit, dass das Wetter für morgen mit Regen und Wind sehr unbeständig sein wird. So war ich sehr unsicher, ob ich gehen sollte, oder nicht. Die ersten Reisenden, die ich ansprach (um herauszufinden ob sie morgen auch hoch wollen) kamen prombt aus Erlbach/Vogtland und kannten sogar meinen ehemaligen Sportlehrer Herrn Dick. Maaannn... die Welt ist klein. Und man konnte sogar einen kleinen 'bayrischen' ,-) Dialekt in deren Englisch heraushören! hahahaha.... Naja jedenfalls waren die beiden gestern schon auf dem Berg und gaben mir auch den Rat morgen nicht hochzugehen. Mmmh... Nach etwas warten fasste ich den Mut 2 Jungs, die gerade Abendbrot kochten und auch auf dem Berg übernachteten, zu fragen... und es gab eine mürische Antwort: "Nein! Die Neuseeländer schaffen es ja nicht mal einen Rundweg so auszuschildern, dass man sich nicht verläuft!" Okay... ich geh ja schon wieder. %/ Im weiteren Gespräch stellte sich aber dann heraus, dass die Beiden heute eine geplante 3h Tour um einen Teil des Berges machen wollten, sich aber verliefen und letztendlich 8h! unterwegs waren. Alex und Sam, kommen auch aus Deutschland-aus Köln und Berlin, dem Westen, wie spaßenshalber betont wurde, als sie meinen sächsischen Dialekt hörten, und sind 2 Monate in Neuseeland unterwegs. Dananach geht es wieder zurück nach Australien, wo sie Work and Travel machten. Jedenfalls stellte sich immer mehr heraus, dass wir die gleichen Reiserouten und Ziele haben... So beschlossen wir noch in der Nacht beim Karten spielen und Biertrinken, dass wir die nächste Zeit zusammen weiter reisen. 
Es ging also leider nicht ganz nach oben auf den Taranaki, dafür aber mit 2 lustigen Weggefährten weiter über den vergessenenen Highway (Forgotten Highway - hellgrün) zum Tongariro Crossing. 

5. Tongariro Crossing:


Wow! Nach einer regnerischen Nacht blitze die Sonne am Morgen hinter den Vulkanen hervor..
Die Wanderung über den Tongariro Vulkan stand schon immer ganz hoch auf meiner Liste! Und es war einfach atemberaubend schön! Seht euch die Bilder an. Wir parkten ein Auto am Zielparkplatz und fuhren mit dem Anderen zum Ausgangspunkt. Nach ca. 6h laufen in gemütlichen Tempo, war ein unvergesslicher Abschnitt auf meiner Neuseeland Tour bewältigt. Die Farben (rot, grün, blau...), die Berge (Ngauruhoe...), die Aussicht, ja der Geruch (Schwefel), das Gefühl auf heißer Erde zu laufen, Dampf... man muss es einfach selber erlebt haben.
von vorn: Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu
Der Mt. Ngauruhoe, in der Mitte, gilt als Ventil der 3er Vulkan Kette. Er ist ein Bilderbuch Vulkankegel und es nicht selten, dass Rauchschwaden aus seinem Inneren zu sehen sind. Der Ruapehu ist der größte 'Berg' und auch das einzigste Skigebiet der Nordinsel. Skifahren auf einem schlafenden Vulkan... stellt euch das mal vor!
Auf dem Weg begegnette ich 2 weiteren Deutschen, die aber schon seit 10 Jahren in Neuseeland lebten. Wir unterhielten uns prächtig und der Mann gab mir ein paar Tips für versteckte heiße Quellen und lud mich ein, ihn und seine Familie in Whitianga auf der Coromandel Halbinsel zu besuchen.


6. Lake Taupo


Mit dem Tongariro Crossing bin ich in die Welt des Vulkanismus und der thermalen Aktivität der Region eingetaucht. Für mich als Deutsche, die keine Erdbeben, dampfende Löcher, blubbernde Schlammblasen, kunterbunte Pfützen, ja gar Geysire kennt, war das ein Naturerlebnis, bei dem ich aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Meine Begeisterung war endlos. Und ich fühlte mich mit den beiden Jungs richtig wohl. Ich konnte in der Nacht ohne angst super in meiner Biene schlafen... ;-)
Die heißen Quellen von Tokaanu im Süden des Lake Taupo wurden zuerst angesteuert. Dann ging es am Ufer des größten Sees Neuseelands bis zur gleichnamigen Stadt: Taupo. Wenn man bedenkt, dass dieser rießen See durch eine Erruption eines Supervulkanes entstanden ist, was laut Wissenschaftler eine der größten Explosionen der  Erdgeschichte gewesen sein muss, dann kann es einem in der Gegend schon mulmig werden. 
Gleich am ersten Tag traf ich mich mit Marcus, einem Volleyballfreund aus Auerbach, der hier gerade Urlaub mit seinem Vater für ein paar Wochen machte, auf einen Kaffee. Dann suchten die beiden Jungs und ich uns einen tollen Platz am Fluss, in dessen Nähe laut meines Bekannten vom Crossing eine heiße Quelle sein sollte. Und so war es auch! Versteckt unter einer Brücke am Fluss saßen bereits einige Einheimische und relaxten im Mix aus kalten Flusswasser (Beine) und 60° C heißem Thermalwasser. Diese Gelegenheit wurde natürlich Tags und Nachts ausgenutzt.
Taupo mit Ruhapehu, Ngauruhoe u. Tongariro

Meine Biene (Van) musste im Februar auch zum Tüv oder hier WOF genannt. Leider wurde eine kleine rostige Stelle links unter der Fahrerseite festgestellt. Was nun? Es dauerte eine Weile das ganze zu reparieren und war natürl. auch nicht unbedingt in meinem Reisebuget eingeplant. Nach einer kurzen ernüchternden Phase entschied ich mit den Jungs, dass ich die Biene hier zur Reparatur lasse, und mit ihnen um die Ostküste reise. Das hieß dann zu 3. in deren kleinen Mietauto! Oh ha... Gesagt, getan. Ich suchte mir einen netten Pannelbeater (Schweißer) und er machte mir die Biene klar, während ich mit Alex und Sam weiterzog.


7. Ostküste: Napier, Hastings, Gisborne


Viele Kilometer Fahrt durch saftige grüne Buschlandschaft, dichte Wälder und abgeschiedene Flecken standen bevor. Napier und Hastings, neu erbaut nach Erdbeben und Bränden, sind Art Deco Zentren an der Hawkes Bay. Einen fantastischen Tag haben wir am Te Mata Peak, einen Berg bei Havelook, verbracht. Wunderschöne Aussicht.
Te Mata Peak
Die weitere Fahrt an der Küste war weniger spektakulär, dafür konnte man deutlich erkennen, dass hier mehr Maori leben, als ich es bisher gesehen hatte. Viele Versammlungshäuser (Marae) und ein Begräbnis eines scheinbar sehr bedeutenden Maori (wir mussten über eine 1h auf der Hauptstraße warten, bis der Sarg und offensichtlich 3/4 der Bevölkerung der Ostküste an uns vorbei marschiert waren) deuteten darauf hin. Als wir dann um den nördlichsten Punkt der Ostküste kamen wurde ich ganz augeregt, da man in der Ferne Rauchwolken im Meer sehen konnte. Diese stammten vom aktivsten Vulkan NZ's: der Insel White Island. Viel zu teuer war aber eine Tagestour zur Insel =(. Deshalb musste hier das Stauenen aus der Ferne genügen. 
Endpunkt unserer Ostküstentour war Whakatane, danach ging es relativ zügig zurück nach Taupo, wo meine Biene auf mich wartete (mintgrün).

8. Unterwegs auf dem Thermal Highway


Lady Knox Geysir
Von Taupo, mit einem kurzen Aufenthalt in unseren Quellen, ging es nun wieder mit 2 Autos weiter über einige Sehenswürdigkeiten, wie die Huka Falls und den Aratitia Rapides (Stromschnellen) Richtung Rotorua. Auf dem Weg wurden die Craters of the Moon (eine faszinierende 'Mond'-Landschaft mit Dampf und Blubbergeräuschen... so heißer Boden, dass man nicht mit Flipflops laufen konnte) bestaunt und an einem weiteren 'Geheim'-Tip, einer natürlichen heißen Quelle angehalten. Hier lernten wir Silvie und Sanni, 2 Deutsche aus Rostock kennen, mit denen wir einen schönen Abend verbrachten und am nächsten Tag ins Thermal Wonderland gingen: Mein 1. Geysirausbruch live, dampfende Krater, Schlammblasen, bunt und noch buntere Seen (mein Highlight war der Champagne Pool, der aufgund seiner emporsteigenden Kochblasen so genanngt wird.) Einfach ein fabelhafter Tag mit netten Leuten und Sonnenschein. Die beiden Mädels sind dann weiter in den Süden und wir haben uns nach Rotorua, der Maori Hochburg und dem thermal aktivsten Zentrums Neuseeland aufgemacht.


9. Rotorua


Hach.. eine faszinierende Stadt. Ja es stinkt nach Schwefel, aber das fand ich jetzt überhaupt nicht schlimm! (Mama-bist du stolz auf mich? - ein wenig Chemie 'Leidenschaft' scheint doch da zu sein...) Der gleichnamige See: Lake Rotorua scheint aus einem Gemisch von Schwefel und normalen Sandstrand gemacht worden zu sein. Dieses Phenomän zieht tausende kleine Fliegen an. Nach einer Nacht direkt neben dem Ufer, war die Biene schwarz statt gelb!
Im alten Zentrum der Stadt kommen überall Dampf und erneut Blubbergeräusche unter dem Gehweg hervor. Eine alte Fachwerkirche zeigt ein Fenster mit einen Maori-Jesus, der scheinbar übers Wasser läuft, da der See gleich dahinter losgeht. Der Friedhof daneben ist ebenfalls einmalig; der Boden ist so warm, dass sie ihre Toten über der Erde begraben müssen. 
Die für neuseeländischen Verhältnisse doch sehr imposanten ehemaligen Badehäuser im Gouverneurs Garden sind cool und wie in Büchern vorher gelesen, scheinen doch tatsächlich alle Rentner aus Rotorua vor dieser Kulisse Boule zu spielen. 
Eine ganz neue Arte der Berg-Tal Fahrt, wie ich bisher gewohnt war (von Ski oder Snowboard her) war das ZORBING: siehe Video! Man fühlte sich wie im Schleudergang in der Waschmaschine... Da Sam's Magen leider schon seit dem Morgen Achterbahn gefahren ist, saßen nur Alex und ich in der Monsterkugel.
Ein Abstecher wurde auch in ein bekanntes Maori Dorf nach Whakarewarewa (Sprich: Fakarewarewa) gemacht. Dort leben immer noch einige Maori in relativ einfachen Häusern und lassen die Besucher an ihrem Leben teilhaben. Sie können ihr Essen sogar in natürl. heißen Pools (ja die haben tatsächl. 100°C ) hinter ihren Häusern kochen. Es gab eine Art Bade Haus und in der Ferne konnte man einen weiteren Geysir sehen, der jenach Füllgeschwindigkeit bis zu 3x täglich zu unterschiedlichen Zeiten ausbricht.Wie uns von einer Maori Dame (unsere Gruppenführerin-3x so breit wie ich!) erklärt wurde, haben sie früher in den Geysiren ihre Wäsche gewaschen. Man zeigte uns wie sie Angelleinen aus Blättern gefärtigt und Körbe aus Flachs hergestellt haben. Zum Abschluss gab es noch ein paar traditionelle Gesänge und den Stammeshaka (Kriegstanz) zu sehen. Fazit: zwar touristisch - aber interessant.


10. Die Gegend um die Waitomo Caves

Die Caves - Höhlen sind für ihre Stalagmiten + -titen, Glühwürmchen und Kletter- bzw. Raftingmöglichkeiten berühmt. Leider musste man für alle Hölen nicht wenig berappen. So wurde gemeinschaftlich entschieden, ein paar frei zugängliche kleinere Hölen und natürliche Felsbrücken zu besichtigen. Wie gerne wäre ich dort im sogenannten Black Water Raften (mit dem Schlauchboot durch die Hölen und Wasserfälle) gegangen. Aber mein Buget ist ja leider nicht grenzenlos. Ein super schöner und sehr imposanter Wasserfall ist dort auch ganz in der Nähe (seht selbst in der Foto Galerie). Es war recht unangenehm nass als wir dort ankamen und die Kletterpartie zum Wasserfall hinunter war so schlammig und klitschig, dass manch einer von uns ein Bad in den Fluten nehmen musste um wieder Reisetauglich zu werden ;-)

11. Tauranga

Unsere Reise führte uns weiter über Hamilton, in dem es anscheinend unzählige Garten- und Parkanlagen gibt, über Camebridge und Matamata, bei dem ganz in der Nähe das 'Dörfchen Hobbiton' für die Herr der Ringe Trilogie aufgebaut wurde. Generell kann man in Neuseeland unzählige geführte Herr der Ringe Touren machen. Für Fans vielleicht interessant, aber man muss nicht unbedingt dabei gewesen sein. Auf Vorlagen des DOC (Department of Conservation-Naturschutz) mussten alle Sets wieder komplett abgebaut werden, was meiner Meinung nach völlig richtig ist. Nur bei Matamata sind noch einige Holzhölen zwischen den Hügeln zu sehen... lange ist auch hier der einztige Glanz und das Märchenflair verschwunden. Da war ich froh, dass das Touristen Büro schon geschlossen hatte, und meine beiden HdR-Fans (Sam+Alex) nicht in die Gelegenheit kamen womöglich Geld auszugeben. Ein Regenguss tat sein übriges und somit war auch die eine Zaunkletteraktion vom Tisch.
In Tauranga meinte das Wetter es nicht sehr gut mit uns. Es regnete und regnete und... regnete. Die Zeit wurde mit Internetsuche, Stadtbummeln, Bibliothekensitzungen, Sushi-Orgien (sooo lecker!) und einer schier endlosen Suche nach einem Waschsalon verbrachte, bis es endlich auhörte und die Sonne lachte. Einen tollen Sonnenuntergang gabs vom Mt. Maunganui, dem Hausberg Taurangas, der ebenfalls vulkanischen Ursprung hat, zu sehen. Der Weg nach oben war bereits toll, vorbei an vielen niedlichen Schafen und nach jeder Windung gab es andere tolle Ausblicke auf die Stadt und die Küste. Ich hätte dort oben ewig sitzen, und den bunten Lichtern der Stadt und den Booten zu schauen können. 
Lifegard Meisterschaft
Am nächsten Tag fand eine Meisterschaft für junge Rettungsschwimmer Nz's statt. Das ganze Spektakel hat mich stark an die  Sandboard WM erinnert. Gute rockige Musik, viele Stände, junge Menschen und Familien, gute Laune und trotzdem war der Wettkampfgedanke zu spühren. Ganz sehr beeindruckend fand ich, wie bereits siebenjährige Kinder sich mit ihrem Surfboard in die manshohen Wellen werfen, bis zu einer Boje paddeln, zurück hetzten, um gleich darauf wieder ins Wasser zu sprinten um diesmal die selbe Strecke graulend zurückzulegen.
Eine Fahrradtour direkt am Strand auf dem Sand war ganz toll. Es gab sogar die Möglichkeit am Ufer des Mt. Maunganui's entlangzuklettern, was wahnsinngigen Spaß bereitet hat. Überall am Strand kann man aber noch die Warnhinweise und Schilder über ölverseuchte Strandflecken vom bekannten Öltankerunglück, der in der Nähe auf eine Sandbank aufgelaufen und in 2 Hälften gebrochen ist, sehen.


12. Coromandel 

Weiter gings auf die Coromandel Halbinsel. Über ein paar kleinere Wanderungen im Busch, die uns in die zeit der Goldgräber zurückversetzte, ging es an der Ostküste über soviele wunderschöne Strände entlang nach Whitianga, in der mein dt. Bekannter vom Tongariro Crossing wohnte. Schon mit einem mulmigen Gefühl im Bauch (ich kannte den Mann ja nur einen Tag lang) klingelte ich an dessen Tür. Aber meine Befürchtungen waren umsonst und er erkannte mich gleich wieder und hieß uns herzlich willkommen. Seine Frau kommt auch aus Deutschland und sie kamen gerade vom Großeinkauf aus Auckland wieder. Was für ein Glück! Es gibt dort nämlich einen dt. Bäcker und Fleischer. Uns lief das Wasser im Mund zusammen... für Sam, der jetzt schon seit 2 Jahren nicht mehr in Deutschland war, ein Schlaraffenland: dt. Brot und Leberwurst! Wir hatten einen wirklich schönen Nachmittag, mit Fotos und seinen Erfahrungen von seinen Reisen um die Welt! Viel zu schnell ging die Zeit vorbei und wir mussten schon wieder Aufwiedersehen sagen, da wir noch in der Nacht an den Hot Water Beach wollten, um die heißen Quellen diesmal direkt am Strand zu genießen. 
Sonnenaufgang am Hot Water Beach
Letztere sind nur bei Ebbe zu finden und müssen selber gegraben werden. Das war eine Quälerei mitten in der Nacht um 4 noch in den nassen Bikini vom Vortag zu steigen, und frierend mit eiskalten Füßen am noch kälteren Strand entlang, damit man die warmen Stellen der Quellen auch ja nicht verpasst. Was macht der arme Backpacker dann ohne Schaufel? Ja richtig, er nutz den Spaghetti Topf und -pfanne vom Abendbrot... und die arme Backpäckerin lässt natürl. die starken Jungs graben und legt hier und da mal ein paar Handgriffe zur Verschönerung an. hihi... Das frühe Aufstehen hatte sich aber vollends gelohnt. Wir waren mutterseelen allein, lagen im heißen Wasser beobachteten die Sterne und Sternschnuppen und sahen langsam die Sonne aufgehen. Unvergesslich! (selbst die Eiskalte Dusche danach unter freiem Himmel und die halbe Stunde Joggen, um wieder warm zu werden, trübten dieses Erlebnis nicht.)
Weiter gings an den Hahei Beach, meinen Traumstrand! Frühstücken, in der Sonne aalen, spatzieren... herrlich. Gar nicht weit davon entfernt war auch die bekannte Cathederal Cove mit der namensgebenden Höhle und super türkisen und klaren Wasser, was nur so zum baden eingeladen hat.

13. Auckland Nr.1 und das Northland bis Cape Reinga

An der Küste ging es weiter nach Auckland, wo Romy, eine Freundin aus der Schulzeit auf mich wartete. Es war nur ein kurzes Hallo von einem Tag, da wir weiter ins Northland wollten. Aus geldsparerischen Gründen beschloss ich die Biene bei ihr im Hinterhof, wo sie versteckt vor diebischen Blicken (was sich als gute Vorsorgemaßname herrausstellte) auf mich warten konnte, zurückzulassen. Das hieß gleichzeitig 2 Wochen zu 3. in dem Mini Mietwagen der Jungs! Man wird total einfallsreich und schläft sehr, sehr platzsparend...
Es ging entlang der Ostküste, über Whangarei und einigen wirklich tollen Stränden nach Russell (so romantisch) und mit der Fähre nach Pahia. Die junge Geschichte des Landes wurde in Waitangi (dort wo 1840 der Vertrag geschlossen wurde) nachvollzogen. Die Zeit verging wie im Flug und schon waren wir auch schon am 90 Mile Beach, den die Allradfahrzeuge als Autobahn über die Ahipara Halbinsel nach oben zum Cape Reinga nutzen. Ein endloser langer Sandstrand mit unzähligen Fischern, die alle 20m im Wasser stehen. Für ungeübte Fahrer eine Saggasse, die zuweilen recht gefährlich sein kann. Es gibt nur wenige Zugänge über die Dünen zurück auf die Hauptstraße, weshalb man sich voher über die Ebbe-Flut Situation gründlich informieren sollte. Unser Weg zum nördl. Punkt Neuseelands, dem Cape Reinga, führte uns gerade Wegs zu den rießigen Sanddünen des Te Paki Stream Reserves. Ein Wüste mit Oase aus dem nichts. Gigantisch! Sie lud zum Spielen, Sandburgen Bauen und um die Wette springen ein.
Weiter ging es zur Spirits Bay. Diese hatte einen fabelhaften bunten Sandstrand. Alles kleine glattgeschliffene Muschelteile. Das Baden in der Bay ist mit Vorsicht zu genießen, da es hier nur so von Haien wimmeln soll. Wir fanden sogar einen kleinen toten Hai am Strand.
müstische Stimmung am Cape
Das Cape selber, so müstisch wie es in der
Maori Tradition ist - die Seeln der verstorbenen gleiten an den Wurzeln eines Pohutekawa Baumes ins Meer und gelangen so zurück zu ihrer ursprünglichen Heimat - empfing uns am Abend als wie ankamen, seinem Ruf entsprechend. Die Wolken hingen tief und es war ein eigenartige Stimmung. Die Abendsonne, die immer mal wieder als oranger Ball durch die Wolken zu sehen war, und die orange gefärbte Landschaft im Abendhimmel, stellten eine phantastische Kulisse dar. Die Nacht, direkt am Cape, war so stürmisch! Dafür hatten wir am nächsten Morgen blauen Himmel und Sonnenschein. 
Auf dem Weg zurück ging es noch einmal an den wohl weißesten Sandstrand Neuseelands, der mich sogar braun aussehen lassen hat.

14. Westküste des Northlands und die Surfstrände Muriwai, Bethells und Piha Beach


Von Ahipara, wo ich Sandboarden gehen wollte, ging es mit vielen Zwischenstopps an der Westküste zurück Richtung Auckland. Die Landschft ist echt fantastisch. Soviele Gegensätze... da ist hier eine rießige Sanddünenlandschaft am Meer, ein paar Kilometer weiter bist du schon wieder im tiefsten Busch. In den Naturschutz Gebieten wurden den Kauri-Riesen Tane Mahuta - Gott des Waldes- und seinen kleineren Verwandten Besuche abgestattet. 
Bethells Beach
Mein Highlight waren aber die wunderbar wilden Wetsenküstenstrände. Allen vorran Bethells Beach. Von meiner Freundin Saskia, mit der ich auf der Südinsel unterwegs war, wärmstens empfolen. Ihr Freund ist hier aufgewachsen und sie hatte sich gleich in die Landschaft verliebt. Perfekte Wellen, machen ihn nicht nur zu einem Paradis für Surfer, auch Familien und Leute, die Ruhe und Entspannung von der Großstadt Auckland suchen, sind hier anzutreffen. Wenn man nichts gegen unzählige Mücken hat, echt großartig. Gleich in den ersten Minuten meiner Stranderkundung lernte ich einen Surfer kennen, der mich, da ich auf eine Muschel getreteten bin, fragte wie es meinem Fuß geht, als ich mit zerknautschten Gesicht dastand. Als Marc, so hat er sich vorgestellt, erfuhr, dass ich zum ersten Mal hier bin, bot er mir an, ein paar Ecken des Strandes zu zeigen, da die Wellen heute eh sehr flau wären. So bin ich mit ihm in versteckte Höhlen gekrochen, auf die Berge geklettert und hatte einfach einen wahnsinnig tollen Einblick in die kleinen 'Wunder' des Strandes. Er erklärte mir, das die Strömung eigentl. sehr gefährlich zum Surfen ist und beschrieb mir das Leben der Einwohner von Früher (mit Fischen und was man alles fangen und essen kann) und heute. Ein Filmteam nutze die Abendstimmung am Strand um eine Sportdrink Werbung zu drehen. Sehr interessant aufzupassen. Als er erfahren hat, dass ich gerade am sürfen lernen bin, gab er mir prompt die Telefonnummer eines Freundes aus Christchurch, der mir einige Tricks zeigen könnte, und sagte ich solle ihm nur seinen Namen nennen. Da er die Telefonnummer und seinen Namen auf ein Stück Papier kritzelte schaute ich nicht gleich darauf und steckte es nur in meine Hosentasche. Als wir uns verabschiedet hatten und ich auf die beiden Jungs wartete, kramte ich den Zettel wieder hervor. Sein Name war Marcov Bethells.... mit erstaunen stellte ich fest, dass er aus der Familie stammte, die dem Strand seinen Namen gab.
Muriway Beach ist ein Traum für Vogelbeobachter. Eine Tölpelkollonie (Gannet) hat sich direkt auf einen Felsvorsprung und einer kleinen Felseninsel angesiedelt. 
Am Piha Beach, dem wohl bekanntesten Surfstrand, haben wir zwei Nächte verbracht. In einer Nacht kam ein etwas zwielichter Mann (Maori) zu unserem Auto und meinte er habe sich am Strand festgefahren. Wir hielten es zuerst für einen Scherz oder gar Ablenkungsmanöver, um, wenn wir alle helfen kommen, in aller Ruhe unser Auto auszuräumen. Also blieb erst einmal die arme Elle im Auto, um es zu bewachen und die Jungs halfen. Eine halbe Stunde später kamen die beiden und eine ganze Schar junger Traveller zurück, pitsch nass. Es stellte sich heraus, dass der Man wirklich am Strand unterwegs war, durch einen kleinen Fluss (bei Ebbe) fahren wollte, dort aber die Wassertiefe unterschätzte, und nun auf einen Stein festsaß. Es wurden noch mehr Traveller aus ihrem Schlaf und ihren Vans gerissen und wir gingen diesmal alle mit um zu helfen. Zwecklos. Die Flut kam und das Auto, war bereits bis zum Lenkrad nass... Da der Mann viel zu ruhig für seine Lage schien, vielleicht hatte er zuviel geraucht, gaben wir schließlich auf. Am nächsten Morgen musste dass Auto per Traktor rausgezogen werden, keine Ahnung ob es je wieder fahren wird.
Bevor wir zurück nach Auckland fuhren, machten wir noch einen Abstecher zum Karrekarre Beach, an dem der Film 'Das Piano' gedreht wurde. Zwar liegen die Strände abseits der Hauptrouten, sind aber allemal einen Abstecher wert.


15. Auckland Nr. 2


Zurück in Auckland blieben wir noch ein paar Tage bei Romy, bis die beiden Jungs wieder nach Australien flog. Am ersten Abend war Party angesagt und so zogen wir fröhlich durch die Innenstadt von Pub zu Pub. Eine heiterere Nacht fand ein bitteres Ende. Als wir um 4 Uhr wieder in der Flat von Romy ankamen, wollten die Jungs nur schnell ihre Laptops und Wechselsachen aus dem Auto holen... sie kamen aber nicht wieder. Romy und ich fanden sie am Boden zerstört neben ihrem aufgebrochenem Auto. Die Diebe hatten die Seitentürscheibe eingeschlagen und neben einigen ersetzbaren Sachen, Sams' Laptop und externe Festplatten geklaut. Alle Erinnerungen und Fotos seiner Reise durch Australien und Neuseeland waren fort. Die Polizei wurde angerufen und ein Telefonat über eine Stunde folgte. Sie schickten nicht einmal jemanden vorbei um den Einbruch vor Ort aufzunehmen. =(
Die nächsten Tage wurden dann hauptsächlich damit verbracht die gestohlenen Dinge so gut es ging zu ersetzen und ein wenig Sight Seeing zu machen. Auckland besitzt soviele erloschene Vulkane. Es sieht richtig lustig aus, wenn man auf dem Skytower steht und die kleinen Hügel überall sieht. Da ich bereits in 8 Wochen mit Jeremy und meinem Wg-Mitbewohner Toan wieder nach Auckland auf David Guetta Konzert fliegen würde, machte es mir nichts aus, dass die Erkundungstour etwas kleiner ausfiehl.
Die Zeit war so schnell vergangen und ich hatte soviel gesehen und erlebt, was ich erst einmal verdauen musste. Ich freute mich auf Christchurch, Jeremy und einem geregelten Tagesablauf. Es ist schon komisch... irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich zum Ende der Reise gar nicht mehr soviel aufnehmen konnte. Es passierte einfach, war schön... aber irgendwie berührte es mich nicht mehr so stark wie am Anfang. Vielleicht war ich echt Reisemüde...
Ich brachte also Alex und Sam zum Flughafen, verabschiedete mich von Romy und begab mich auf eine lange Autofahrt zurück.


16. Heimreise: Raglan, Desert Valley, Wellington, Blenheim, Kaikoura und Christchurch


Da ich mir unbedingt die Surfhauptstadt Raglan an der Westküste noch anschauen wollte, machte ich einen langen Abstecher. Schwarzer Sand und eine wirklich perfekt brechende Welle entschädigten. Ich war so müde von de vergangenen Tagen, dass ich fast hinter, Steuer eingeschlafen bin. Aber zum Glück hatte ich ja mein Bett immer mit dabei... ;-) Weiter ging es über Taupo und dem Desert Valley, entlang der Vulkane zurück über die Kapiti Küste nach Wellington. Nach einer Nacht an meinem alten Stellplatz an der Oriental Bay ging es schon wieder auf die Fähre und diesmal bei schönstem Wetter zurück über die Cook Straight auf die Südinsel. Sogar Delphine begleiteten unser Boot.
Angekommen im Süden machte ich mich gleich auf den Weg nach Blenheim. Mit erstaunen stellte ich fest, dass die Südinsel tatsächlich trockener und weniger grün ist. Das merkt man sonst gar nicht, wenn man immer da ist. Die unzähligen grünen Weinreben in Blenheim wurden von den sandfarbenen Gras der umgebenen Berge eingerahmt. Auf dem Weg nach Kaikoura gab es Natur pur: blauen Himmel, türkises Wasser, schwarzen Strand und schneebedeckte Berge. Was für ein Empfang. Ich freute mich so sehr wieder zurück zu sein, obwohl ich so viele tolle Erlebnisse hatte. Christchurch.. meine liebgewonnene, erdbebengebeutelte Stadt.


... Ich habe fertig. ;-)


Hier gehts zur Bildergalerie:

https://picasaweb.google.com/114655309723293551083/NordInselTrip?authuser=0&authkey=Gv1sRgCJ_HyJyi4r2NiQE&feat=directlink

Mittwoch, 2. Mai 2012

Unterwegs im Land der Kangaroos

Halli Hallo,

es ist schon wieder über einen Monat her, wo ich den letzten Eintrag hier gemacht habe. Wow.. die Zeit vergeht so rasend schnell....

Da mein Nordinseltrip von Neuseeland noch einige Aufbereitungszeit benötigt (vorallem die unzähligen Bilder müssen in eine Order gebracht werden) will ich euch heute von meinem Ausflug nach Australien erzählen.

Wie viele vielleicht wissen, ist im April mein Visa ausgelaufen und ich habe lange hin und her überlegt, wie man auf die günstigste und angenehmste Weise, weiter legal, in Neuseeland bleiben kann. In der Landwirtschaft hatte ich nicht für länger als 3 Monate gearbeitet und ein Patnership Visa wollte ich auch nicht beantragen. Die Möglichkeit direkt eine Verlängerung zu bekommen, wobei man einen Gesundheitstest machen lassen hätte müssen, bei dem man unter anderen auch geröntgt wird, gefiel mir nicht, so mal ich insgesamt auch an die 450 Dollar hätte bezahlen müssen. Also entschied ich mich kurzzeitig das Land zu verlassen, um dann ganz regulär wieder auf einem neuen Visa einreisen zu können.
So buchte ich ganz kurzfristig für den 4.4. einen Flug nach Sydney, ein Hostel dort für die ersten beiden Tage und einen Rückflug 2 Wochen später von Brisbane aus.

Als ich um 8.00 Uhr in Sydney ankam, war es schon richtig warm und das kostenlose Shutteltaxi, das mich zu meinem Hostel brachte stand schon bereit. Da ich so zeitig angekommen bin, konnte ich nicht direkt ins Zimmer ziehen und musste noch bis Mittag warten. Gut für mich! Da ich bis zum Abend meiner Abreise in Christchurch arbeiten gegangen bin, und dementsprechend total müde war, hatte ich gleich eine Ausrede um mich auf den großen Sitzsäcken im Aufenthaltsraum des Backpackers zum dösen hinzulegen. Aber danach machte ich mich auf die Socken... ich wollte doch die tolle Stadt erkunden. Meine erster Weg führte mich vorbei an den Viktorianischen Häusern zum Botanischen Garten. Eine grüne Oase am Meer, im Herzen der Stadt. Es ist echt fantastisch dort und  man hatte geniale Ausblicke auf die bekannte Opera und die Harbour Bridge. Familien, Sportler und Touristen tummelten sich vor der Skyline Sydneys. In den Pools direkt am Meer sonnten sich die Who is Who und Kakadus erfüllten die Luft mit ihrem lauten Geschnatter.  Ein wunderschöner Sonnenuntergang hinter der Harbour Bridge, auf der ich die Besuchergruppen beobachten konnte, die die Brücke bestiegen, und somit eine fantastische Aussicht auf die Stadt und die Oper haben mussten (kostete aber $300), machte meinen ersten Tag in der größten Stadt Australiens perfekt. Als ich dann zurück zum Hostel bin, sind in der Abenddämmerung die wilden Flughunde direkt über meinen Kopf langgesegelt. Eine ganz andere Welt, aye, die ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Da machte mir die laute und unwirkliche Umgebung meines Hostels, was sich wie sich herausstellte direkt in der Party-Rotlichtmeile am Kings Cross befand, gar nichts mehr aus.
 

In den nächsten Tagen machte ich die Stadt unsicher und erkundete alle Winkel.  Ich verließ meist früh gegen halb 9 das Hostel und kam Abends spät zurück. Es gab so viel zu sehen und zu erleben. Über Ostern war die Stadt mit tausenden verschieden Menschen und Künstlern gefüllt.
So wurde es mir nie langweilig. Ich lies meine Gedanken bei einem Tee im Chinesischen Garten schweifen, beobachtete wie eine Werbung mit einem Mini-Flugzeug direkt in den Himmel gesprüht wurde, bummelte durch Chinatown und aß ein leckres Taiwanesisches Gericht in mitten einer lauten, voller Asiaten gefüllten Kneipenmeile, kaufte mir eine neue Sonnenbrille in Paddy's Market, einer riesigen Einkaufsmeile, die mich total an unsere Tschechenmärkte erinnert hat. Ich probierte exotische Früchte auf den riesigen Obst und Gemüse Märkten, bummelte über zahlreiche Wochenmärkte in den verschiedenen Stadtteilen und schaute den Straßenkünstlern und den Aborigini beim Musizieren zu. Die Stadt vibrierte. Am 2 Tag lernte ich eine sympathische Ungarin kennen, die nach Australien kam um hier Arbeit zu finden, da es so schlecht daheim in Ungarn aussah. Wir trafen uns öfter zum gemeinsamen Abendessen und hatten interessante Gespräche über unsere Kulturen.
Natürlich wollte ich auch etwas tiefer ins Land schauen,weshalb ich mich auf einen geführten Trip in die Blue Mountains aufmachte. Die sind echt atemberaubend schön. Unser Tourguide, ein einheimischer Kaot, führte uns auf  3 verschiedene, bis zu 3h dauernde, Wanderungen durch die Canyon Landschaft. So viele steile Treppen und Wege, vorbei an tiefsten Regenwald und vielen Wasserfällen, bin ich auch schon lange nicht mehr gelaufen. Die Rufe der Kakadus begleiteten uns auch hier auf allen Wegen, genauso, wie die RIESIGEN Spinnen! bääähhhh..... Unser Mittagessen gab es direkt am Wasserfall und nach einem schier endlosen Abstieg in eine Schlucht erwartete uns eine Fahrt mit der steilsten Zahnradbahn der Welt wieder nach oben. Da viele Touristen die Bahn ansich als Attraktion betrachteten, mussten wir in einer Menschenmenge anstehen und warten, die so unwirklich zu dem sonst so menschenleeren Gebiet wirkte. Und alles Inder! Unfreundliche Inder! Die Bahn selbst war wirklich steil.. Man saß in der Ebene in einem wirklich unangenehmen geneigten Winkel, wo man aber wirklich drüber froh war, als man fast senkrecht wie mit einem Lift nach oben fuhr. Man fühlte sich wie im Hamsterkäfig! Auf dem Ausflug lernte ich viel über den Bush und die vielen, teilweise mutwillig ausgelösten, Bushfeuer. Wir sahen sogar noch verbrannte Gebiete.



Einen halben Tag habe ich staunend im Sydney Aquarium verbracht und mir Haie, Rochen und andere Meeresbewohner angeschaut. Nemo konnte ich in einem der größten künstlichen Riff Nachbauten mit den Anemonen knuddeln sehen. Die hatten dort ein paar riesen Krabben und Schildkröten... =O
Wunderschön war auch meine Tageswanderung an der Felsenküste entlang von Bondi nach Cogee Beach. 10km tolle Strände, Sandsteinfelsen und knackige Beachvolleyballer. Man denkt ja, dass diese, wenn man in Australien ist auch Englisch sprechen... nee, Pustekuchen. Die Fluchen auf Deutsche. Wie ernüchternd. Generell laufen hier so viele Deutsche rum. Sagt mal, gibt es überhaupt daheim noch junge Leute? Die sind doch alle hier!
Da ich auch ganz günstig an ein Ticket für den Red Bus gekommen bin, konnte ich per Doppelstock Bus, eine geführte Stadt und Beachtour mit machen und an allen Sehenswürdigkeiten ein und aussteigen so oft ich wollte.
An meinem letzten Tag in Sydney fuhr ich mit dem Wassertaxi an den tollen Manly Beach und relaxte einen ganzen Tag am Strand. So toll!
Und dann ging es auch schon für 15 Stunden mit dem Zug an der Gold Coast entlang nach Brisbane. Eine gute, jedoch nicht fantastische Aussicht, aus dem Fenster auf wilde Kangaroos und der eine oder andere Muffin, sowie ein Buch über Australien halfen mir über die lange, Hintern plattdrückende Sitzerei. Im Zug lernte ich einen weiteren Deutschen kennen, der mit mir dann spontan im selben Hostel übernachtete und mit mir die 4km durch die Stadt, mitten in der Nacht, mit dem schweren Backpack zurück legte. Das war gut. Gemeinsam erkundeten wir dann mit Leihfahrrädern die Stadt. Die haben doch da tatsächlich unter den Hauptstraßen "Fahrradautobahnen"! Aber bis auf ein Freibad mit Strand direkt am Fluss, muss ich sagen, dass Brisbane "halt" nur eine Stadt ist und jetzt nicht wirklich viel zu bieten hat. So ging es an den Abenden zum Party machen und übern Tag zum Bummeln mit 2 anderen Mädels in die Stadt.
Wirklich happy, mit einem neuem Visa in der Tasche und voll mit neuen Eindrücken flog ich schließlich zurück nach Neuseeland in "mein" Christchurch. Ich wurde toll in meiner Wg mit einem "Old Fashioned" (Makers Mark =American Whisky) und einer super leckeren Rindfleisch Nudel Suppe von meinem Mitbewohner Toan empfangen. =)


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Seitdem ich von meinem Nordinsel Trip wieder da bin, arbeite ich für eine Recruitment Agency, da mein Restaurant im Januar nach einer Reinspection, verursacht durch die Weihnachtserdbeben, geschlossen wurde, und alle über Nacht arbeitslos wurden. Die Arbeit fetzt mir aber bisher. Ich bekomme sehr viele unterschiedliche Arbeitsangebote und arbeite teilweise über 60 Stunden in der Woche. Vom Kellner und Barkeeper im Casino, auf der Pferderennbahn, beim Rugbyspiel, in Hotels und Bars, als Barista (Kaffeemacher) in verschiedenen Cafés, über Catering Assistent auf großen Charity Veranstalltungen und Hochzeiten mache ich alles. Natürlich ist auch mal ein weniger beliebter Arbeitsplatz mit dabei, wie zum Beispiel: Zimmermädchen in Hotels; wo man tausend Betten macht und Bäder putzt, Zimmerservice, wo man das Essen auf die Zimmer bringt oder Tellerwäscher in einer großen Küche. Auch auf dem Christchurcher Universitätsgelände kenne ich mich jetzt aus, da ich als Lieferbote der Uni, mit einem Lieferwagen Sandwhiches und Salate zu verschiedenen Cafés gebracht habe. Also, wenn mir jemand neben meiner Masterarbeit daheim einen Job anbieten will!! ;-)


In 7 Stunden flieg ich mit Jeremy und Toan, meinem WG Mitbewohner; nach Auckland auf David Guetta Konzert! Mein erstes Konzert und wir haben VIP Karten...

Bis bald meine Lieben!

Liebe Grüße
Elle