hier sind sie, meine Erlebnisse von der Nordinsel.
| Hertz Sevens |
Als ich am Abend mit der Fähre ankam, dachte ich... OH NEIN...schon wieder Regen. Denn als ich mit Jeremy im Oktober schon einmal da war, hatten wir den selben grauen Himmel. Aber zum Glück besserte sich das Wetter über die nächsten Tage und ich konnte von meinem Stellplatz aus (direkt am Meer und Hafen) eine wunderschöne Aussicht auf das Treiben und über das Stadtzentrum genießen. Meine erste Nacht verbrachte ich jedoch etwas unbequem an einer relativ steilen Straße, was mir das Gefühl im stehen zu schlafen einbrachte. Aber da ich erst um Mitternacht ankam, wusste ich noch nicht, wo man gut und auch ohne Strafe stehen kann. Zudem war ein rießen Fest (Hertz Sevens (NZ International Rugby Sevens)) in Gange, ja Festumzug, sodass mir lauter bunte, verkleidete, heitere und partylustige Menschen auf den unbekannten Stadtstraßen in den Weg liefen und die Suche nach einem ruhigen Plätzchen erschwerten. Was am Abend und in der Nacht noch recht anstrengend war, stellte sich in den nächsten Tagen als kurzweilige Abewechslung heraus. Da das Fest (gilt als größets in NZ) immer zusammen mit dem bekannten Rugby Tunieren stattfindet, waren überall Akrobaten, Musiker, Stände, Märkte und ander coole Dinge aufgebaut. Einen Abend hatte ich mich dann in meine Flower Power Hose von der 70er Jahre Feier in Porters geschmissen und mich mit einem Bekannten im Strom der Feiernden mittreiben lassen.
Ansonsten gestallteten sich meine Tage aus Sightseeing, schwimmen und radfahren. Die Küsten Wellingtons sind so zerklüftet und toll. Alle in der Stadt scheinen einen Sport zu betreiben und sich irgendwie draußen in der freien Welt aufzuhalten. Hier kommt man an einem lecker duftenden Grillplatz vorbei, dort wird den Kindern das Surfen begebracht und obendrein befindet sich der beste Surfstrand der Gegend noch unter der Flugschneiße des hießigen Flughafens. Da segeln die Flieger so tief über den Köpfen hinweg... unheimlich aber auch imposant.
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| Waitangi Day im in Wellington Harbour |
| Cape Palliser |
2. Wairarapa und Cape Palliser:
Weiter ging es zurück Richtung Palmerston, vorbei am neuseeländischen Stonehedge und Geisterhaus.. jaja die Einheimischen erzählen einen schon ganz schöne Dinge (orange).
3. Palmerston North:
Bei Cobi zu Hause erwartete mich eine liebe Familie, die mich mit einem leckeren Abendessen und eigenenem Zimmer bewirtete. Ich bekam den Haustürschlüssel in die Hand und sollte mich wieder wie zu Hause fühlen und aus dem Kühlschrank essen und trinken, was ich wollte. Danke, danke, danke... Kostenloses Internet verleitete auch zu längeren Skype-Dates zurück nach Christchurch ;-)
Nach einigen Tagen mit der Familie und der doch eher unspekatkulären Gegend bin ich schweren Herzens alleine in Richtung Mt. Taranaki aufgebrochen. Ich kannte niemanden mehr und fühlte mich schon recht allein.. in meinem Kopf war der Weg bis Auckland, wo eine weitere Freundin wohnte, so lang. Aber ich war auch gespannt was kommen sollte...
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| Reiseroute über die Nordinsel Neuseelands |
Mein Weg führte mich entlang der East Coast über Whanganui und dem bekannten Surfer Highway (rot) mit wunderbar schwarzen (da eisenhaltig durch Vulkangestein) Stränden. Drehte ich den Kopf nach links, konnte ich die Weiten der Tasmansee erahnen... schaute ich nach rechts, blieb mein Blick immer staunend an dem Vulkankegel des Mt. Taranaki hängen. Die kleine Halbinsel, wie ihr sie auf der Karte sehen könnt, entstand durch den Vulkan. Das Gebiet um den Taranaki ist relativ flach - er ist der Riese in der Landschaft. tausende kleine Flüße entspringen an ihm und durchziehen die Landschaft zum Meer. Am Strand von Opunake lernte ich ein nettes Rentnerehepaar aus der Whangareigegend kennen, die mir wie Omi und Opi Ratschläge gaben, welche Gegenden ich meiden sollte, als Mädel was alleine reist, und boten mir an die Zeit hier mit ihnen zu verbringen, und sie später oben im Norden zu besuchen. Nach ein paar wunderschönen Nächten (so tolle Sonnenuntergänge) an den tollen Stränden und einem leckren Frühstück mit den beiden ging es aber weiter für mich nach New Plymouth und einigen kleineren Fahrradtouren. Schließlich wollte ich ja noch auf den Vulkan hoch!
Also fuhr ich ein paar Tage später bis zur letzten erreichbaren Hütte am Berg und machte mich bereit am nächsten Morgen ganz früh da hoch zu marschieren. Die Touristenauskunft teilte mir aber mit, dass das Wetter für morgen mit Regen und Wind sehr unbeständig sein wird. So war ich sehr unsicher, ob ich gehen sollte, oder nicht. Die ersten Reisenden, die ich ansprach (um herauszufinden ob sie morgen auch hoch wollen) kamen prombt aus Erlbach/Vogtland und kannten sogar meinen ehemaligen Sportlehrer Herrn Dick. Maaannn... die Welt ist klein. Und man konnte sogar einen kleinen 'bayrischen' ,-) Dialekt in deren Englisch heraushören! hahahaha.... Naja jedenfalls waren die beiden gestern schon auf dem Berg und gaben mir auch den Rat morgen nicht hochzugehen. Mmmh... Nach etwas warten fasste ich den Mut 2 Jungs, die gerade Abendbrot kochten und auch auf dem Berg übernachteten, zu fragen... und es gab eine mürische Antwort: "Nein! Die Neuseeländer schaffen es ja nicht mal einen Rundweg so auszuschildern, dass man sich nicht verläuft!" Okay... ich geh ja schon wieder. %/ Im weiteren Gespräch stellte sich aber dann heraus, dass die Beiden heute eine geplante 3h Tour um einen Teil des Berges machen wollten, sich aber verliefen und letztendlich 8h! unterwegs waren. Alex und Sam, kommen auch aus Deutschland-aus Köln und Berlin, dem Westen, wie spaßenshalber betont wurde, als sie meinen sächsischen Dialekt hörten, und sind 2 Monate in Neuseeland unterwegs. Dananach geht es wieder zurück nach Australien, wo sie Work and Travel machten. Jedenfalls stellte sich immer mehr heraus, dass wir die gleichen Reiserouten und Ziele haben... So beschlossen wir noch in der Nacht beim Karten spielen und Biertrinken, dass wir die nächste Zeit zusammen weiter reisen.
Es ging also leider nicht ganz nach oben auf den Taranaki, dafür aber mit 2 lustigen Weggefährten weiter über den vergessenenen Highway (Forgotten Highway - hellgrün) zum Tongariro Crossing.
5. Tongariro Crossing:
Wow! Nach einer regnerischen Nacht blitze die Sonne am Morgen hinter den Vulkanen hervor..
Die Wanderung über den Tongariro Vulkan stand schon immer ganz hoch auf meiner Liste! Und es war einfach atemberaubend schön! Seht euch die Bilder an. Wir parkten ein Auto am Zielparkplatz und fuhren mit dem Anderen zum Ausgangspunkt. Nach ca. 6h laufen in gemütlichen Tempo, war ein unvergesslicher Abschnitt auf meiner Neuseeland Tour bewältigt. Die Farben (rot, grün, blau...), die Berge (Ngauruhoe...), die Aussicht, ja der Geruch (Schwefel), das Gefühl auf heißer Erde zu laufen, Dampf... man muss es einfach selber erlebt haben.
| von vorn: Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu |
Auf dem Weg begegnette ich 2 weiteren Deutschen, die aber schon seit 10 Jahren in Neuseeland lebten. Wir unterhielten uns prächtig und der Mann gab mir ein paar Tips für versteckte heiße Quellen und lud mich ein, ihn und seine Familie in Whitianga auf der Coromandel Halbinsel zu besuchen.
6. Lake Taupo
Mit dem Tongariro Crossing bin ich in die Welt des Vulkanismus und der thermalen Aktivität der Region eingetaucht. Für mich als Deutsche, die keine Erdbeben, dampfende Löcher, blubbernde Schlammblasen, kunterbunte Pfützen, ja gar Geysire kennt, war das ein Naturerlebnis, bei dem ich aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Meine Begeisterung war endlos. Und ich fühlte mich mit den beiden Jungs richtig wohl. Ich konnte in der Nacht ohne angst super in meiner Biene schlafen... ;-)
Die heißen Quellen von Tokaanu im Süden des Lake Taupo wurden zuerst angesteuert. Dann ging es am Ufer des größten Sees Neuseelands bis zur gleichnamigen Stadt: Taupo. Wenn man bedenkt, dass dieser rießen See durch eine Erruption eines Supervulkanes entstanden ist, was laut Wissenschaftler eine der größten Explosionen der Erdgeschichte gewesen sein muss, dann kann es einem in der Gegend schon mulmig werden.
Gleich am ersten Tag traf ich mich mit Marcus, einem Volleyballfreund aus Auerbach, der hier gerade Urlaub mit seinem Vater für ein paar Wochen machte, auf einen Kaffee. Dann suchten die beiden Jungs und ich uns einen tollen Platz am Fluss, in dessen Nähe laut meines Bekannten vom Crossing eine heiße Quelle sein sollte. Und so war es auch! Versteckt unter einer Brücke am Fluss saßen bereits einige Einheimische und relaxten im Mix aus kalten Flusswasser (Beine) und 60° C heißem Thermalwasser. Diese Gelegenheit wurde natürlich Tags und Nachts ausgenutzt.
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| Taupo mit Ruhapehu, Ngauruhoe u. Tongariro |
Meine Biene (Van) musste im Februar auch zum Tüv oder hier WOF genannt. Leider wurde eine kleine rostige Stelle links unter der Fahrerseite festgestellt. Was nun? Es dauerte eine Weile das ganze zu reparieren und war natürl. auch nicht unbedingt in meinem Reisebuget eingeplant. Nach einer kurzen ernüchternden Phase entschied ich mit den Jungs, dass ich die Biene hier zur Reparatur lasse, und mit ihnen um die Ostküste reise. Das hieß dann zu 3. in deren kleinen Mietauto! Oh ha... Gesagt, getan. Ich suchte mir einen netten Pannelbeater (Schweißer) und er machte mir die Biene klar, während ich mit Alex und Sam weiterzog.
7. Ostküste: Napier, Hastings, Gisborne
Viele Kilometer Fahrt durch saftige grüne Buschlandschaft, dichte Wälder und abgeschiedene Flecken standen bevor. Napier und Hastings, neu erbaut nach Erdbeben und Bränden, sind Art Deco Zentren an der Hawkes Bay. Einen fantastischen Tag haben wir am Te Mata Peak, einen Berg bei Havelook, verbracht. Wunderschöne Aussicht.
| Te Mata Peak |
Endpunkt unserer Ostküstentour war Whakatane, danach ging es relativ zügig zurück nach Taupo, wo meine Biene auf mich wartete (mintgrün).
8. Unterwegs auf dem Thermal Highway
| Lady Knox Geysir |
9. Rotorua
Hach.. eine faszinierende Stadt. Ja es stinkt nach Schwefel, aber das fand ich jetzt überhaupt nicht schlimm! (Mama-bist du stolz auf mich? - ein wenig Chemie 'Leidenschaft' scheint doch da zu sein...) Der gleichnamige See: Lake Rotorua scheint aus einem Gemisch von Schwefel und normalen Sandstrand gemacht worden zu sein. Dieses Phenomän zieht tausende kleine Fliegen an. Nach einer Nacht direkt neben dem Ufer, war die Biene schwarz statt gelb!
Im alten Zentrum der Stadt kommen überall Dampf und erneut Blubbergeräusche unter dem Gehweg hervor. Eine alte Fachwerkirche zeigt ein Fenster mit einen Maori-Jesus, der scheinbar übers Wasser läuft, da der See gleich dahinter losgeht. Der Friedhof daneben ist ebenfalls einmalig; der Boden ist so warm, dass sie ihre Toten über der Erde begraben müssen.
Die für neuseeländischen Verhältnisse doch sehr imposanten ehemaligen Badehäuser im Gouverneurs Garden sind cool und wie in Büchern vorher gelesen, scheinen doch tatsächlich alle Rentner aus Rotorua vor dieser Kulisse Boule zu spielen.
Eine ganz neue Arte der Berg-Tal Fahrt, wie ich bisher gewohnt war (von Ski oder Snowboard her) war das ZORBING: siehe Video! Man fühlte sich wie im Schleudergang in der Waschmaschine... Da Sam's Magen leider schon seit dem Morgen Achterbahn gefahren ist, saßen nur Alex und ich in der Monsterkugel.
Ein Abstecher wurde auch in ein bekanntes Maori Dorf nach Whakarewarewa (Sprich: Fakarewarewa) gemacht. Dort leben immer noch einige Maori in relativ einfachen Häusern und lassen die Besucher an ihrem Leben teilhaben. Sie können ihr Essen sogar in natürl. heißen Pools (ja die haben tatsächl. 100°C ) hinter ihren Häusern kochen. Es gab eine Art Bade Haus und in der Ferne konnte man einen weiteren Geysir sehen, der jenach Füllgeschwindigkeit bis zu 3x täglich zu unterschiedlichen Zeiten ausbricht.Wie uns von einer Maori Dame (unsere Gruppenführerin-3x so breit wie ich!) erklärt wurde, haben sie früher in den Geysiren ihre Wäsche gewaschen. Man zeigte uns wie sie Angelleinen aus Blättern gefärtigt und Körbe aus Flachs hergestellt haben. Zum Abschluss gab es noch ein paar traditionelle Gesänge und den Stammeshaka (Kriegstanz) zu sehen. Fazit: zwar touristisch - aber interessant.
10. Die Gegend um die Waitomo Caves
Die Caves - Höhlen sind für ihre Stalagmiten + -titen, Glühwürmchen und Kletter- bzw. Raftingmöglichkeiten berühmt. Leider musste man für alle Hölen nicht wenig berappen. So wurde gemeinschaftlich entschieden, ein paar frei zugängliche kleinere Hölen und natürliche Felsbrücken zu besichtigen. Wie gerne wäre ich dort im sogenannten Black Water Raften (mit dem Schlauchboot durch die Hölen und Wasserfälle) gegangen. Aber mein Buget ist ja leider nicht grenzenlos. Ein super schöner und sehr imposanter Wasserfall ist dort auch ganz in der Nähe (seht selbst in der Foto Galerie). Es war recht unangenehm nass als wir dort ankamen und die Kletterpartie zum Wasserfall hinunter war so schlammig und klitschig, dass manch einer von uns ein Bad in den Fluten nehmen musste um wieder Reisetauglich zu werden ;-)
11. Tauranga
Unsere Reise führte uns weiter über Hamilton, in dem es anscheinend unzählige Garten- und Parkanlagen gibt, über Camebridge und Matamata, bei dem ganz in der Nähe das 'Dörfchen Hobbiton' für die Herr der Ringe Trilogie aufgebaut wurde. Generell kann man in Neuseeland unzählige geführte Herr der Ringe Touren machen. Für Fans vielleicht interessant, aber man muss nicht unbedingt dabei gewesen sein. Auf Vorlagen des DOC (Department of Conservation-Naturschutz) mussten alle Sets wieder komplett abgebaut werden, was meiner Meinung nach völlig richtig ist. Nur bei Matamata sind noch einige Holzhölen zwischen den Hügeln zu sehen... lange ist auch hier der einztige Glanz und das Märchenflair verschwunden. Da war ich froh, dass das Touristen Büro schon geschlossen hatte, und meine beiden HdR-Fans (Sam+Alex) nicht in die Gelegenheit kamen womöglich Geld auszugeben. Ein Regenguss tat sein übriges und somit war auch die eine Zaunkletteraktion vom Tisch.
In Tauranga meinte das Wetter es nicht sehr gut mit uns. Es regnete und regnete und... regnete. Die Zeit wurde mit Internetsuche, Stadtbummeln, Bibliothekensitzungen, Sushi-Orgien (sooo lecker!) und einer schier endlosen Suche nach einem Waschsalon verbrachte, bis es endlich auhörte und die Sonne lachte. Einen tollen Sonnenuntergang gabs vom Mt. Maunganui, dem Hausberg Taurangas, der ebenfalls vulkanischen Ursprung hat, zu sehen. Der Weg nach oben war bereits toll, vorbei an vielen niedlichen Schafen und nach jeder Windung gab es andere tolle Ausblicke auf die Stadt und die Küste. Ich hätte dort oben ewig sitzen, und den bunten Lichtern der Stadt und den Booten zu schauen können.
| Lifegard Meisterschaft |
Eine Fahrradtour direkt am Strand auf dem Sand war ganz toll. Es gab sogar die Möglichkeit am Ufer des Mt. Maunganui's entlangzuklettern, was wahnsinngigen Spaß bereitet hat. Überall am Strand kann man aber noch die Warnhinweise und Schilder über ölverseuchte Strandflecken vom bekannten Öltankerunglück, der in der Nähe auf eine Sandbank aufgelaufen und in 2 Hälften gebrochen ist, sehen.
12. Coromandel
Weiter gings auf die Coromandel Halbinsel. Über ein paar kleinere Wanderungen im Busch, die uns in die zeit der Goldgräber zurückversetzte, ging es an der Ostküste über soviele wunderschöne Strände entlang nach Whitianga, in der mein dt. Bekannter vom Tongariro Crossing wohnte. Schon mit einem mulmigen Gefühl im Bauch (ich kannte den Mann ja nur einen Tag lang) klingelte ich an dessen Tür. Aber meine Befürchtungen waren umsonst und er erkannte mich gleich wieder und hieß uns herzlich willkommen. Seine Frau kommt auch aus Deutschland und sie kamen gerade vom Großeinkauf aus Auckland wieder. Was für ein Glück! Es gibt dort nämlich einen dt. Bäcker und Fleischer. Uns lief das Wasser im Mund zusammen... für Sam, der jetzt schon seit 2 Jahren nicht mehr in Deutschland war, ein Schlaraffenland: dt. Brot und Leberwurst! Wir hatten einen wirklich schönen Nachmittag, mit Fotos und seinen Erfahrungen von seinen Reisen um die Welt! Viel zu schnell ging die Zeit vorbei und wir mussten schon wieder Aufwiedersehen sagen, da wir noch in der Nacht an den Hot Water Beach wollten, um die heißen Quellen diesmal direkt am Strand zu genießen.
| Sonnenaufgang am Hot Water Beach |
Weiter gings an den Hahei Beach, meinen Traumstrand! Frühstücken, in der Sonne aalen, spatzieren... herrlich. Gar nicht weit davon entfernt war auch die bekannte Cathederal Cove mit der namensgebenden Höhle und super türkisen und klaren Wasser, was nur so zum baden eingeladen hat.
13. Auckland Nr.1 und das Northland bis Cape Reinga
An der Küste ging es weiter nach Auckland, wo Romy, eine Freundin aus der Schulzeit auf mich wartete. Es war nur ein kurzes Hallo von einem Tag, da wir weiter ins Northland wollten. Aus geldsparerischen Gründen beschloss ich die Biene bei ihr im Hinterhof, wo sie versteckt vor diebischen Blicken (was sich als gute Vorsorgemaßname herrausstellte) auf mich warten konnte, zurückzulassen. Das hieß gleichzeitig 2 Wochen zu 3. in dem Mini Mietwagen der Jungs! Man wird total einfallsreich und schläft sehr, sehr platzsparend...
Es ging entlang der Ostküste, über Whangarei und einigen wirklich tollen Stränden nach Russell (so romantisch) und mit der Fähre nach Pahia. Die junge Geschichte des Landes wurde in Waitangi (dort wo 1840 der Vertrag geschlossen wurde) nachvollzogen. Die Zeit verging wie im Flug und schon waren wir auch schon am 90 Mile Beach, den die Allradfahrzeuge als Autobahn über die Ahipara Halbinsel nach oben zum Cape Reinga nutzen. Ein endloser langer Sandstrand mit unzähligen Fischern, die alle 20m im Wasser stehen. Für ungeübte Fahrer eine Saggasse, die zuweilen recht gefährlich sein kann. Es gibt nur wenige Zugänge über die Dünen zurück auf die Hauptstraße, weshalb man sich voher über die Ebbe-Flut Situation gründlich informieren sollte. Unser Weg zum nördl. Punkt Neuseelands, dem Cape Reinga, führte uns gerade Wegs zu den rießigen Sanddünen des Te Paki Stream Reserves. Ein Wüste mit Oase aus dem nichts. Gigantisch! Sie lud zum Spielen, Sandburgen Bauen und um die Wette springen ein.
Weiter ging es zur Spirits Bay. Diese hatte einen fabelhaften bunten Sandstrand. Alles kleine glattgeschliffene Muschelteile. Das Baden in der Bay ist mit Vorsicht zu genießen, da es hier nur so von Haien wimmeln soll. Wir fanden sogar einen kleinen toten Hai am Strand.
| müstische Stimmung am Cape |
Maori Tradition ist - die Seeln der verstorbenen gleiten an den Wurzeln eines Pohutekawa Baumes ins Meer und gelangen so zurück zu ihrer ursprünglichen Heimat - empfing uns am Abend als wie ankamen, seinem Ruf entsprechend. Die Wolken hingen tief und es war ein eigenartige Stimmung. Die Abendsonne, die immer mal wieder als oranger Ball durch die Wolken zu sehen war, und die orange gefärbte Landschaft im Abendhimmel, stellten eine phantastische Kulisse dar. Die Nacht, direkt am Cape, war so stürmisch! Dafür hatten wir am nächsten Morgen blauen Himmel und Sonnenschein.
Auf dem Weg zurück ging es noch einmal an den wohl weißesten Sandstrand Neuseelands, der mich sogar braun aussehen lassen hat.
14. Westküste des Northlands und die Surfstrände Muriwai, Bethells und Piha Beach
Von Ahipara, wo ich Sandboarden gehen wollte, ging es mit vielen Zwischenstopps an der Westküste zurück Richtung Auckland. Die Landschft ist echt fantastisch. Soviele Gegensätze... da ist hier eine rießige Sanddünenlandschaft am Meer, ein paar Kilometer weiter bist du schon wieder im tiefsten Busch. In den Naturschutz Gebieten wurden den Kauri-Riesen Tane Mahuta - Gott des Waldes- und seinen kleineren Verwandten Besuche abgestattet.
| Bethells Beach |
Muriway Beach ist ein Traum für Vogelbeobachter. Eine Tölpelkollonie (Gannet) hat sich direkt auf einen Felsvorsprung und einer kleinen Felseninsel angesiedelt.
Am Piha Beach, dem wohl bekanntesten Surfstrand, haben wir zwei Nächte verbracht. In einer Nacht kam ein etwas zwielichter Mann (Maori) zu unserem Auto und meinte er habe sich am Strand festgefahren. Wir hielten es zuerst für einen Scherz oder gar Ablenkungsmanöver, um, wenn wir alle helfen kommen, in aller Ruhe unser Auto auszuräumen. Also blieb erst einmal die arme Elle im Auto, um es zu bewachen und die Jungs halfen. Eine halbe Stunde später kamen die beiden und eine ganze Schar junger Traveller zurück, pitsch nass. Es stellte sich heraus, dass der Man wirklich am Strand unterwegs war, durch einen kleinen Fluss (bei Ebbe) fahren wollte, dort aber die Wassertiefe unterschätzte, und nun auf einen Stein festsaß. Es wurden noch mehr Traveller aus ihrem Schlaf und ihren Vans gerissen und wir gingen diesmal alle mit um zu helfen. Zwecklos. Die Flut kam und das Auto, war bereits bis zum Lenkrad nass... Da der Mann viel zu ruhig für seine Lage schien, vielleicht hatte er zuviel geraucht, gaben wir schließlich auf. Am nächsten Morgen musste dass Auto per Traktor rausgezogen werden, keine Ahnung ob es je wieder fahren wird.
Bevor wir zurück nach Auckland fuhren, machten wir noch einen Abstecher zum Karrekarre Beach, an dem der Film 'Das Piano' gedreht wurde. Zwar liegen die Strände abseits der Hauptrouten, sind aber allemal einen Abstecher wert.
15. Auckland Nr. 2
Zurück in Auckland blieben wir noch ein paar Tage bei Romy, bis die beiden Jungs wieder nach Australien flog. Am ersten Abend war Party angesagt und so zogen wir fröhlich durch die Innenstadt von Pub zu Pub. Eine heiterere Nacht fand ein bitteres Ende. Als wir um 4 Uhr wieder in der Flat von Romy ankamen, wollten die Jungs nur schnell ihre Laptops und Wechselsachen aus dem Auto holen... sie kamen aber nicht wieder. Romy und ich fanden sie am Boden zerstört neben ihrem aufgebrochenem Auto. Die Diebe hatten die Seitentürscheibe eingeschlagen und neben einigen ersetzbaren Sachen, Sams' Laptop und externe Festplatten geklaut. Alle Erinnerungen und Fotos seiner Reise durch Australien und Neuseeland waren fort. Die Polizei wurde angerufen und ein Telefonat über eine Stunde folgte. Sie schickten nicht einmal jemanden vorbei um den Einbruch vor Ort aufzunehmen. =(
Die nächsten Tage wurden dann hauptsächlich damit verbracht die gestohlenen Dinge so gut es ging zu ersetzen und ein wenig Sight Seeing zu machen. Auckland besitzt soviele erloschene Vulkane. Es sieht richtig lustig aus, wenn man auf dem Skytower steht und die kleinen Hügel überall sieht. Da ich bereits in 8 Wochen mit Jeremy und meinem Wg-Mitbewohner Toan wieder nach Auckland auf David Guetta Konzert fliegen würde, machte es mir nichts aus, dass die Erkundungstour etwas kleiner ausfiehl.
Die Zeit war so schnell vergangen und ich hatte soviel gesehen und erlebt, was ich erst einmal verdauen musste. Ich freute mich auf Christchurch, Jeremy und einem geregelten Tagesablauf. Es ist schon komisch... irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich zum Ende der Reise gar nicht mehr soviel aufnehmen konnte. Es passierte einfach, war schön... aber irgendwie berührte es mich nicht mehr so stark wie am Anfang. Vielleicht war ich echt Reisemüde...
Ich brachte also Alex und Sam zum Flughafen, verabschiedete mich von Romy und begab mich auf eine lange Autofahrt zurück.
16. Heimreise: Raglan, Desert Valley, Wellington, Blenheim, Kaikoura und Christchurch
Da ich mir unbedingt die Surfhauptstadt Raglan an der Westküste noch anschauen wollte, machte ich einen langen Abstecher. Schwarzer Sand und eine wirklich perfekt brechende Welle entschädigten. Ich war so müde von de vergangenen Tagen, dass ich fast hinter, Steuer eingeschlafen bin. Aber zum Glück hatte ich ja mein Bett immer mit dabei... ;-) Weiter ging es über Taupo und dem Desert Valley, entlang der Vulkane zurück über die Kapiti Küste nach Wellington. Nach einer Nacht an meinem alten Stellplatz an der Oriental Bay ging es schon wieder auf die Fähre und diesmal bei schönstem Wetter zurück über die Cook Straight auf die Südinsel. Sogar Delphine begleiteten unser Boot.
Angekommen im Süden machte ich mich gleich auf den Weg nach Blenheim. Mit erstaunen stellte ich fest, dass die Südinsel tatsächlich trockener und weniger grün ist. Das merkt man sonst gar nicht, wenn man immer da ist. Die unzähligen grünen Weinreben in Blenheim wurden von den sandfarbenen Gras der umgebenen Berge eingerahmt. Auf dem Weg nach Kaikoura gab es Natur pur: blauen Himmel, türkises Wasser, schwarzen Strand und schneebedeckte Berge. Was für ein Empfang. Ich freute mich so sehr wieder zurück zu sein, obwohl ich so viele tolle Erlebnisse hatte. Christchurch.. meine liebgewonnene, erdbebengebeutelte Stadt.
... Ich habe fertig. ;-)
Hier gehts zur Bildergalerie:
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