Ein ganz liebes Hallo vom anderen Ende der Welt! Wir sind am 13.4. gut in Neuseeland angekommen. Einen Tag später als geplant, denn in in Frankfurt hatte unser Flugzeug nach Dubai erstmal 3h Verspätung, sodass wir unseren Anschlussflug nach Christchurch verpassten. Auf Nachfrage, wie es dann in Dubai weiter gehen soll, wurde uns mitgeteilt, dass wir vor Ort abgeholt würden und eine Nacht auf Kosten der Airline in einem Hotel verbringen sollten. Aufgrund der veränderten Umstände hat jeder von uns in Frankfurt einen 15€ Essensgutschein erhalten, den wir standesgemäß im goldenem M vollständig verfuttert haben ;-).
In Dubai angekommen wusste natürlich niemand des Flughafenpersonals bescheid. Es folgte ein wenig wirres Gesuche im Airport nach Informationen. Schlussendlich wurde alles geklärt und wir verbrachten eine Nacht im Emirates Airport Hotel mit Vollpension. Klar, wir wollten die Stadt erkunden, das Meer mit den aufgeschütteten Inseln, das Burj Al Arab und und und. Aber: Dubai besteht nur aus Schnellstraßen, ohne Fußwege und Straßenübergänge! Und die Fußwege, die es gab, schienen nur für die Gartenarbeiter gemacht worden zu sein. Es war sehr schwierig in die Innenstadt zu kommen. Unmöglich erschien sogar der Fußmarsch zum Meer =(. So musste eine kurze Fernsicht aus dem Flugzeug auf das allbekannte Luxushotel und dem höchsten Turm der Welt, dem Burj Dubai (über 800m!)genügen. Hilfsbereite "dubaianische" Männer boten uns ihre Hilfe an, um zum Meer zu kommen, aber wir sind nicht eingestiegen, keine Angst. Zumal keine 5 min der Erkundungstour ohne ein freundliches Angehupe vergingen. Es waren 31° in Dubai und alle sind in langen Hosen und Hemden herumgelaufen. Wir wissen nun auch warum: die schmeißen so derbe ihre Air Conditioning in den Häusern an, dass man echt froh ist, wenn man was Warmes anhat... verrückt.
In Bangkok und Sydney wurde jeweils noch einmal zwischengelandet. Lässtig war, dass wir immer wieder durch die Kontrollen mussten. Blöd wenn man da wie Nina einen Gürtel mit Metallschnalle anhat. Die reine Flugzeit war daher "nur": ca. 5h nach Dubai, 5h nach Bangkok, 8h nach Sydney und 3h nach Christchurch.
Am Flughafen wurden wir wie abgemacht von dem Neuseeländer Jeff abgeholt. Nachdem wir unsere Rucksäcke in seiner Wohnung abgeliefert haben fuhren wir direkt zur Bank eröffneten ein Konto, besorgten uns eine neuseeländische Handynummer, gingen einkaufen und und und. Alles wahnsinnig unkompliziert! Man darf sich sogar eine der kiwilike gestalteten ec-Karten aussuchen. Schönes Willkommensgeschenk für Frauen. Wir saßen im Auto und Jeff und sein Freund fuhren uns durch die Stadt und zu allen Orten, an denen wir die benötigten Dinge bekommen konnten. Sehr viele Eindrücke binnen 2h kann ich euch sagen. Abends wurde unsere Ankunft mit seinen Wg-Mitbewohnern und unseren Freunden Ann und Jan aus Deutschland, die bereits in der Wohnung von Jeff auf uns gewartet haben, um uns ihren Van zu zeigen, gefeiert. Auf diese Weise lernten wir die relaxte Art der Kiwis gleich am ersten Tag kennen. Denn obwohl niemand der Mitbewohner von Jeff unsere dt. Freunde kannte, saßen sie in der Wohnung und warteten auf uns, allein! denn die anderen waren ebenfalls noch einkaufen. Wer würde in Deutschland völlig fremde Menschen in seine Wohnung lassen, sodass sie auf andere fremde Menschen warten können, während man selbts nicht daheim ist?
Kurzerhand wurde ein Arbeitszimmer für uns ausgeräumt und seitdem sind wir hier. Bis heute haben wir keinen Jetlag, da gar keine richtige Zeit ist, viel zu schlafen...
Am nächsten Tag bersorgten wir uns noch unsere IRD Nummer (Steuernummer), die wir in hoffentlich 2 Wochen zugeschickt bekommen. Dann kann es auch losgehen mit arbeiten. Der Bus von Ann und Jan wurde ebenfalls inspiziert und als sehr toll bewertet. So könnnen wir uns, wenn sie in knapp 2 Wochen nach ihren letzten Trip wieder nach Christchurch kommen, stolze Besitzer eines Toyota Hiace nennen. Ein sehr gepflegter knapp 18 Jahre alter, gelber Van mit Bett und Kochecke.
Die Innenstadt von Christchurch ist schon sehr von dem Erdbeben zerstört worden. Sie darf wahrscheinlich noch lange nicht betreten werden. Man kann sagen das jedes mehrstöckige Haus, oder Steinhaus, beschädigt ist. Die Regierung markiert alle Häuser entsprechend der Einsturzgefahr mit roten, gelben und grünen Plaketten. Gebäude mit roten Plaketen darf man nicht mehr betreten, grüne gelten als sicher. Unser Haus hat eine Grüne =). Die Straßen haben sich ebenfals teilweise sehr gehoben oder gesenkt und sind stark zerstört. Sie werden oft von Skateboarden oder Bikern aus aller Welt als Funpark genutzt, unbelievable in Germany. Diese Nacht waren 3 weitere Erdbeben. Wir haben keines realisiert. Schon komsich. Es gibt hier jede Woche mehrere Aftershoks, sodass es für alle normal ist.
Das Nachtleben ist in CHCH etwas anders als in Deutschland. Die Bars öffnen bereits um 4 und schließen aber auch spätestens um 12 wieder-angenehme Stimmung und viele nette Menschen. Jeff und seine Freunde sind sehr geduldige Englischlehrer ;-) und unternehmen viel mit uns. So haben wir bereits die Halbinsel Banks Peninsula und Akaroa besichtigt.
Wir werden also mindestens bis zum 25.4. bei Jeff in CHCH bleiben. Was danach kommt wissen wir noch nicht genau. Vielleicht können wir hier auch in einem Café eines Bekannten arbeiten.... mal sehen.
So das wars erstmal... Fotos kommen demnächst ;-).
Cheers, die Elle.
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